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Projeto Oca da Minhoca – Projekt Regenwurm

Das Kinderprojekt Oca da MINHOCA (portugiesisch "Regenwurm" besteht seit 2001 in Morro do Chapéu im Landesinneren des Bundesstaates Bahia (Brasilien). Über 100 Kinder aus mittellosen Familien des Ortes haben dort die Möglichkeit, ihre eigene Kreativität zu entdecken und fürs Leben zu lernen. Das MINHOCA-Projekt folgt einem ganzheitlichen Lernansatz, indem die Kunst der Vermittler des Wissens ist. Kunst, diese kraftvolle Quelle, die eine Tür öffnet, durch die die Realität als positives Ganzes gesehen werden kann. Durch interdisziplinäre Projektarbeiten wird Wissen erarbeitet und entsteht Selbstbewußtsein, das den Kindern hilft, in der Schule und im tagtäglichen Leben ihren eigenen Weg zu gehen.

Projekt Regenwurm2008 wurden wie jedes Jahr unzähliche künstlerische Aktivitäten in der Oca da Minhoca mit den Kindern durchgeführt und nach außen getragen (Theater, Tanz, Musik, Keramik, Schreiben, Malen etc.). Es wurden Konzerte, Tanz-, Theater- und Capoeira-Aufführungen gegeben und Workshops organisiert, Besuche aus der Region bis aus dem fernen Europa empfangen, städtische Schulen besucht, Arbeiten der Kinder (Keramik, Papierrecycling etc.) an verschiedenen Orten ausgestellt und natürlich Feste (Muttertag, Tag des Kindes, Carneval etc.) gefeiert. Auch die Schulnachhilfe kam nicht zu kurz.

Das wichtigste Ereignis im Jahr 2008 war jedoch, dass sie als das BESTE PROJEKT der Chapada Diamanina und Zweitbeste des Bundesstaates Bahia zu einem "Ponto des Cultura" ernannt wurde. Diese Kulturzentren wurden 2004 vom Brasilianischen Kulturministerium unter der damaligen Leitung von Gilberto Gil gegründet. Die Zentren bekommen finanzielle Unterstützung für Ausstattung und Realisierung von weiteren Projekten. Diese Auszeichnung, die in der Oca da Minhoca so engagiert von Lua Santana, Neide Silva Santana, Dona Lia, den Ausbildern und unzähligen Unterstützern in Brasilien und Europa gemacht wurde, ist eine Anerkennung des Projektes für die ganze Gemeinde und den Bundesstaat.

Besonders hervorzuheben ist, dass es die Oca da Minhoca geschafft hat, nach einem sehr schwierigen personellen Engpass mit dem neuen Konzept der Weitergabe des Gelernten von den nun schon fast erwachsenenen Kindern der ersten Oca-Generation an die Jüngeren Erfolg zu haben. Dieses Konzept der "Monitores" (Ausbilder) hat sich auch als ein Weg aus dem Zukunfts-Dilemma erwiesen. Durch die Arbeit in der Oca als Ausbilder bekommen die in der Oca groß gewordenen Jugendlichen die Möglichkeit, neben den künstlerischen auch pädagogische Fähigkeiten zu erwerben und einen eigenen Beitrag zum Familieneinkommen zu leisten. Das Schicksal auf Zuckerroh- oder Sisal-Plantagen als Lohnsklaven bleibt ihnen damit erspart (siehe Spiegel Nr. 4, 19.1.2009: "Brasilien: das Elend der Ethanol-Sklaven").

Ein anerkanntes Kulturzentrum zu sein bedeutet konkret für die Oca finanzielle Mittel zur Beschaffung von Instrumenten für die Banda de Lata ("Dosenband"), Sportkleidung, Material für Keramikarbeiten etc. Außerdem bekommt die Oca eine multimediale Ausstattung, da alle Kulturzentren in einem digitalen Netz zusammenarbeiten und ein Dokumentarfilm zur Vorstellung des Projektes im Nationalen Fernsehen produziert werden soll. Eine wichtige Voraussetzung zur Anerkennung als Kulturzentrum ist, dass die personelle und strukturelle Finanzierung der Oca aus anderen Quellen abgesichert ist und bleibt.

Vielen Dank an alle Spender für Hilfe und Unterstützung. Sie möchten mehr über das Projekt erfahren und uns unterstützen: Barbara Tomasi, Telefon 0 89/57 26 20, e-mail: projectos@nigolo.net, Website: www.nigolo.net.

 

Kontakt und Spenden in Brasilien:
Grupo de Educação Integral – Minhoca
Postadresse: Av. Cel.Dias Coelho 56
44.850-000 Morro do Chapéu, Bahia, Brasilien
E-Mail: novainfo@ligbr.com.br

Kontakt: Brasilieninitiative Erlangen Nürnberg e.V., Im Weidicht 8, über  Frau Walderez Burkhardt - E-Mail: brasilieninitiative@gmx.de