Projekt Ponte (Die Brücke)

Das Projekt Ponte (Die Brücke) leistet zusammen mit Sambaco einen wichtigen Beitrag bei der Unterstützung von Kindern in unterprivilegierten Situationen. Wir sind uns unserer globalen Verantwortung durchaus bewußt. Mit unserer Spende wird diesen Kindern eine Erziehung in Geborgenheit und eine Ausbildung zu einer besseren Zukunft ermöglicht.
Ponte betreut dieses Jahr 220 Kinder zwischen 11 Monaten und 7 Jahren, und sichert zudem 22 feste Arbeitsplätze im Kindergarten. Die Fotos sind vom ersten Schultag. Die kleinsten sind noch unsicher, die großen aus der Vorschule froh, wieder Aktivitäten zu haben.
Wie viele andere Projekte hat Ponte große finanzielle Schwierigkeiten, das sich entwickelnde Projekt zu halten. Vom Staat kommen Auflagen über die Größe der Räume, Qualifikation des Personals, selten ein kleiner finanzieller Beitrag. Viele Spender meinen, wenn sie die gut genährten fröhlichen Kinder in der gepflegten Umgebung sehen, dass man ohne ihre Spende auskommt; doch wir müssen das Projekt erhalten und weiterentwickeln: was nützen Projekte, die nach Jahren noch immer abgemagerte Kinder auf Lehmboden vorzeigen?
Unsere Philosophie definiert sich folgendermaßen:
-Ernährung
Die Kinder bekommen ein kleines Frühstück, Mittagessen und einen Lunch, bevor sie abgeholt werden. Dafür erhalten wir u.a. Sachspenden von Restaurants und Lieferanten, die wir in Vernetzung mit anderen Projekten aufteilen. ( Bsp.: Es gibt zu viel von einem Produkt, dafür fehlen andere.)
-Gesundheit
Zweimal die Woche kommt unsere Ärztin und untersucht und versorgt unsere und andere Kinder des Stadtteils.
-Sicherheit
Unsere Mütter sind zum Großteil allein erziehend und berufstätig (Dienstmädchen, Näherinnen, Tagelöhnerinnen). Wenn sie die Kindertagesstätte nicht hätten, müssten sie die Kinder entweder zu Hause ein- oder aussperren: die Kleinkinder wären auf sich allein gestellt und im Haus oder auf der Strasse unzähligen Gefahren ausgesetzt!!! Auf der Straße hat das Phänomen den komplexen Begriff "Straßenkinder" geprägt, es sind keineswegs Waisenkinder - deren Weg durch unerwünschten Einfluss in Richtung Kriminalität, Drogen und Prostitution gehen kann.
-Ausbildung
Mit 4 Jahren fängt die zweijährige Vorschule an, mit Abschluss einer ABC-Doktorenfeier. Alle unsere Abgänger, die mit 6-7 Jahren in die öffentliche Schule kamen, sind erfolgreich, viele überspringen sogar die erste Klasse. Sie haben im ersten Jahr noch die Möglichkeit, zu uns zur Hausaufgabenbetreuung zu kommen.
-Zukunft
Eine Erziehung zu ethischen Werten, zu sozialem Verhalten, die ein Grundstein für die Kontinuität der Schul- und Berufsausbildung werden soll, soll die Zukunftsperspektive unserer Kinder für ein Leben als respektierte Staatsbürger sein. Auch sie sollten Träume realisieren können, die eigentlich Grundrechte der Menschen sind: Haus, Familie, Gesundheit und geregelte Arbeit im Beruf.
In diesem Sinne danken wir den Spendern von Sambaco sowie allen, die sich im Sambafieber auch an die Probleme der Menschen dieses so lebensfrohen wirkenden Landes erinnern.
